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Skero

Memoiren Eines Riesen

Der hoch aufgeschossene Rapper aus der Texta-Crew hat mit „Memoiren eines Riesen“ ein spätes Solodebüt vorgelegt. Überschattet wurde es vom unglaublichen Erfolg des Stücks „Kabinenparty“, das sich 2009/10 erst zu einem Internet-Phänomen und dann zu einem echten Radio- und Chartshit entwickelte. Skero hat aber, wenn man sich das ganze Album anhört, mehr zu sagen als „Geht scho, gemma, Voigas“. Nicht genug, dass er ein technisch ausgezeichneter Rapper ist, besticht er vor allem mit seinem erstklassigen Storytelling und witzigen Ideen. „Schicksale in der Nacht“ prägt sich dem Hörer ein, als würde man einen atmosphärisch dichten Film sehen. „Künstler“ ist der geglückte Versuch, das Wienerlied ins 21. Jahrhundert rüberzubeamen. Auch musikalisch serviert Skero zwischen HipHop, Reggae (noch so eine Liebe von ihm) und Baile Funk alles andere als Einheitskost. Es geht ihm solo nicht mehr nur um Rap. Aber er geht an alles, was er macht, immer noch mit den Mitteln von HipHop heran. Ohne Scheuklappen, dafür umso lässiger.
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Tracklist

  • 01. Intro
  • 02. Solo
  • 03. Fuß vom Gas feat. Kamp
  • 04. Schicksale in der Nacht
  • 05. Künstler
  • 06. Dookie Rope Chain skit
  • 07. Kabinenparty feat. Joyce Muniz
  • 08. Männer
  • 09. Fuaßboi
  • 10. Levin
  • 11. Gafflove feat. Shnek MC, Schwarzfahrer
  • 12. Moch da kann Kopf feat. Kayo
  • 13. Wert
  • 14. Gwissn
  • 15. Ham
  • 16. Wien
  • 17. Schritte feat. Wisdom
  • 18. Ursula Lee feat. Ohvoo, Markee

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Der 1,96m große Skero von der Hip Hop Gruppe Texta gibt sich die Ehre sein erstes Soloalbum zu präsentieren.  Auf „Memoiren eines Riesen“ verarbeitet Skero seinen ganz persönlichen Werdegang, seine Erfahrungen, seine Liebe und Leidenschaften, sein Leben in Wien mit seinen teils fiktiven Geschichten, die aber ganz nah an der Realität spielen. Mit einem Who’s Who der österreichischen Producerriege an den Reglern mit denen er schon ewig etwas machen wollte, angefangen von DJ Urbs (G Stone) zu Whizz Vienna (VOZ) zu Trishes (FM4) oder DJ Buzz (Waxos), klappert Skero einen vielfältigen Katalog an Styles von Boombap zu Jazzy HipHop zu Dubstep oder auch Baile Funk ab, und präsentiert so eine Vielfältigkeit wie sie selten ist, ohne dabei angestrengt oder erzwungen zu klingen.

Der in Mödling geborene, in Linz aufgewachsene und seit 17 Jahren in Wien wohnende MC und Graffitikünstler schafft es auf mehreren Songs ein Fusion zwischen Wienerlied und HipHop zu schlagen, so thematisiert er das Künstlerleben auf „Künstler“, beschreibt minuziös ein Seniorenmatch auf „Fuassboi“ oder mimt den Betrunkenen beim Branntweiner auf „Ham“.  Das Ganze passiert auf einem Level, dem man Skero’s 16 Jahre am Mikrofon in jeder Sekunde anhört, egal ob er in Mundart oder Hochdeutsch rappt oder den Sänger und Crooner gibt. Ein paar Gäste dürfen aber dennoch ans Mikrofon ran, so tritt Kamp auf der Fahrrad-Hymne „Fuss vom Gas“ in die Pedale, Kayo macht sich keinen solchen bei „Moch da kan Kopf“, die Graffitiartists Shnek und Schwarzfahrer huldigen der illegalen Kunst bei „Grafflove“, die Brasilianerin Joyce Muniz feiert mit Skero die „Kabinenparty“ und die Linzer Urgesteine Benedikt Walter und Markee illustrieren den Untergang einer Insel und eines Öltankers auf „Ursula Lee“. Für dieses Album wurden auch einige Musiker der Wiener Musikszene eingeladen, wie bei „Ham“ Flip Philip – Vibraphon, bei „Wert“ Jure Pukl – Saxophon und bei „Künstler“ Guenter Johannes Kalina – Zitter, Herbert Pirker – Gitarre, Stephan Kondert – Bass sowie ein paar der besten österreichischen DJ’s.

Skero - Video

Hat das Wienerlied Jahrhunderte gebraucht, um zu seiner inhaltlichen und musikalischen Brillianz zu finden, so verhält es sich mit österreichischem Hiphop ganz ähnlich. Auch die Künstler der heimischen Hiphop-Szene haben lange gebraucht, um sich von unnötigen Dogmen, von verkrampften Arbeitsweisen und technischen Einschränkungen zu befreien. Skero und seine Producer schaffen es aus dem Bauch heraus, große österreichische Volkskunst zu schaffen, der die spielerische Selbstverständlichkeit einer jahrzehntelang ausgeübten Folklore anhaftet, die notwendig ist, um jene Geschichte weiterzuschreiben, die von Leuten wie Schrammel, Qualtinger, Danzer oder Ambros begonnen wurde. Wo Texta mit Songs wie "Hediwari" begonnen haben, ureigenste österreichische Befindlichkeiten in eine zeitgemäße Form zu bringen, dort fährt Skero mit seinem ersten Solo-Album fort, indem er uns einen tiefen Blick in seine Seele werfen läßt und sich nicht länger mit Oberflächlichkeiten oder reinen Beobachtungen abgibt. Dabei gerät es völlig zur Nebensache, ob es sich hierbei noch um Hiphop handelt (natürlich tut es das), denn nie verstellt das Genre hier den Blick auf das große Ganze.

Mit einer kaum für möglich gehaltenen Leichtigkeit des Gesangs und der Sprachkunst gelingt Skero ganz nebenbei der große Wurf: Skero ist nicht mehr und nicht weniger als der würdige Erbe des Georg Danzer, "Memoiren eines Riesen" das beste durch und durch österreichische Album seit 30 Jahren. Live tritt SKERO gemeinsam mit DJ Chris Fader (Österreichischer itf Campion 2004-6) mit einer aufwendigen Visual Show auf.

Lineup

Skero

GZ: Produzent (1,13)
Brenk: Produzent (2,9)
Whizz Vienna: Produzent (3,11)
Urbs: Produzent (4,8)
Edu k: Produzent (6)
BumBumKunst: Produzent (7)
Buz: Produzent (10)
Trisches: Produzent (12)
Szenario: Produzent (14)
Cutex: Produzent (15)
Fester: Produzent (16)

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Galerie

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